13.02.2012 Damen (Pokal): KSG Gerlingen – SG Schorndorf 1846 19:25 (11:9)
KSG-Gerlingen - Damen

KSG Gerlingen – SG Schorndorf 1846 19:25 (11:9)

 

Den Favoriten lange geärgert

 

Nachdem man noch am Vortag in der Liga noch gegen die SSV Hohenacker 2 antreten musste, stand bereits einen Tag später die 3. Pokalrunde im Terminkalender, in der man den Landesligaspitzenreiter, der punktgleich mit Schwieberdingen die Staffel anführt, in heimischer Halle zu Gast hatte.

 

Die Chancen gegen den 2 Klassen höher spielenden Gegner wurden nochmals minimiert, weil zum angesetzten Spieltag gleich 4 Spielerinnen der Gerlinger Damenmannschaft keine Möglichkeit hatten, die Partie miterleben zu können.

 

Aus diesem Grunde wurden mit Julia und Chrissi erstmals 2 Mädels aus der A-Jugendmannschaft ins Team geholt, die in der aktuellen Runde schon regelmäßig am Trainingsbetrieb der Damenmannschaft teilgenommen haben.

 

„Du hast keine Chance – aber nutze sie!“. So in etwa konnte man das Motto der angesetzten Partie unter diesen Vorzeichen bezeichnen.

 

Ohne jeglichen Druck war die Vorgabe, den Gegner mit einer offensiven 3:2:1-Abwehr das Angriffsspiel möglichst schwer zu machen und selbst durch flüssige Angriffskombinationen geduldig auf den erfolgreichen Abschluss hin zu arbeiten. Vor allem war man im Vorfeld davor gewarnt, durch unnötige Ballverluste ins offene Messer zu laufen; schließlich hat der Gegner einen Toreschnitt von ca. 28 Treffern pro Spiel auszuweisen.

 

Was die Heimmannschaft unter den geschilderten Bedingungen dann ablieferte, war wirklich beeindruckend. In der 1. Halbzeit hatte man das Spielgeschehen komplett im Griff und konnte über die Stationen 2:0, 6:5, 11:8 den Gegner zu jeder Zeit auf Distanz halten. Bis zum Halbzeitstand zum 11:9 konnte Schorndorf nicht ein einziges Mal in Führung gehen.

 

Hätte der Unparteiische die Begegnung in dieser Phase des Spieles nicht so einseitig für Schorndorf gepfiffen, wäre sogar ein noch größerer Vorsprung möglich gewesen. Ärgerlich, dass man in der 3. Pokalrunde des HVW Pokals nicht auf ein Schiedsrichtergespann setzt, das die eine oder andere Entscheidung mit 4 Augen sicherlich besser beurteilt hätte!

 

Es war allen klar, dass man das Tempo der 1. Halbzeit im 2. Durchgang nicht mehr gehen konnte und trotzdem war man gewillt, die erfolgreiche offensive und Kraftraubende Deckungsvariante so lange wie möglich spielen zu wollen.

 

Bis zur 45. Minute hatte man den Gegner beim Stande von 17:14 immer noch am Rande einer Niederlage und erst 8 Minuten vor Schluss kam Schorndorf beim Stande von 18:18 zum 2. Mal in diesem Durchgang zum Ausgleich.

 

Jetzt konnte sich die Klasse des Landesligisten durchsetzen, der dann durch 4 einfache Konter den Sack zumachen konnte und die Partie letztendlich verdient nach Hause bringen konnte.

 

Trotz der (eingeplanten) Niederlage war es für die Mannschaft ein durchaus motivierendes Erlebnis, dem Favoriten lange Zeit Paroli geboten zu haben. Wer weiß, was geschehen wäre, wenn die Mannschaft an diesem Tage komplett gewesen wäre!?

 

Dank an dieser Stelle auch an die Zuschauer, die uns zu diesem etwas ungünstig angesetzten Termin unter der Woche ihre Unterstützung geboten haben und eine spannende Partie erleben durften.

 

Es spielten (Tore/davon 7m):

Jennifer Schock (im Tor), Sandra Frühwirth (2), Karoline Preidt (2), Sonja Herwig (2), Heide Preidt (1), Christin Wallentin, Nicole Wöhr (5), Julia Wallentin, Nina Forster, Stephanie Scherrer (7/2), Jessica Machauer-Schopp

 

Trainer: Berthold Schmid